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Wie gefährlich ist Glyphosat wirklich?

  • Michael Himmelstoss
  • 9. Nov. 2025
  • 2 Min. Lesezeit

Mehr Bewusstsein tut Not

Glyphosat ist eines der weltweit am häufigsten eingesetzten Herbizide und steht seit Jahren im Mittelpunkt intensiver Debatten. Doch wie wirkt es tatsächlich auf Pflanzen, Tiere und Menschen? Und wie ist der aktuelle Stand seiner Zulassung in der Landwirtschaft? In diesem Beitrag beleuchten wir diese Fragen und appellieren für einen bewussteren Umgang mit diesem Wirkstoff.


Glyphosat-Spritze

Wirkungsweise von Glyphosat

Auf Pflanzen: Glyphosat wirkt, indem es ein essentielles Enzym blockiert, das für die Produktion bestimmter Aminosäuren notwendig ist. Ohne diese Aminosäuren können Pflanzen nicht überleben, was letztlich zu ihrem Absterben führt. Diese Eigenschaft macht Glyphosat zu einem sogenannten Totalherbizid, da es nahezu alle Pflanzenarten abtötet, die nicht genetisch resistent sind.

Auf Tiere: Obwohl Tiere das von Glyphosat blockierte Enzym nicht besitzen, gibt es dennoch indirekte Auswirkungen. Durch das Abtöten von Wildpflanzen reduziert Glyphosat die Nahrungsquellen und Lebensräume vieler Tiere, insbesondere von Insekten und Vögeln. Studien zeigen, dass der Verlust von Ackerbegleitflora zu einem Rückgang der Insektenpopulation führt, was wiederum negative Folgen für Vogelarten hat, die sich von diesen Insekten ernähren.

Auf Menschen: Die Auswirkungen von Glyphosat auf die menschliche Gesundheit sind umstritten. Einige Studien weisen darauf hin, dass Glyphosat in geringen Mengen die DNA von Menschen und Tieren schädigen kann. Zudem gibt es Hinweise darauf, dass es menschliche Embryonal- und Plazentazellen beeinträchtigen kann.


Wissenschaftliche Erkenntnisse zur Gefährdung

Gesundheitsrisiken: Einige Studien legen nahe, dass Glyphosat mit gesundheitlichen Problemen wie Krebs, insbesondere Non-Hodgkin-Lymphomen, in Verbindung stehen könnte.

Umweltauswirkungen: Glyphosat trägt zum Artensterben bei, da es nicht nur Pflanzen abtötet, sondern auch Tiere direkt vergiften kann. Es entzieht vielen Arten Nahrung und Lebensräume, was die Biodiversität erheblich beeinträchtigt.


Aktueller Stand der Zulassung

Die Europäische Chemikalienagentur (ECHA) kam zu dem Schluss, dass eine Einstufung von Glyphosat als krebserzeugend nicht gerechtfertigt ist.


Appell für einen bewussteren Umgang

Angesichts der potenziellen Risiken für Mensch und Umwelt ist es dringend erforderlich, den Einsatz von Glyphosat kritisch zu überdenken. Wir appellieren an Landwirte, Gärtner und politische Entscheidungsträger, alternative Methoden des Pflanzenschutzes zu fördern und anzuwenden. Nur durch einen verantwortungsvollen Umgang mit solchen Chemikalien können wir unsere Gesundheit und die unseres Planeten langfristig schützen.


Labormitarbeiter untersucht die Belastung im Gewächshaus

Quellen:

Albert Schweitzer Stiftung: Glyphosat: Auswirkungen auf die Natur

 
 
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